Montag, 26. September 2016

Teri Terry - Gelöscht

Gelöscht

von Teri Terry (Autorinseite)
Verlag: Coppenrath
432 Seiten
ISBN: 978-3649611837
Band 1 von 3

Klappentext

Kylas Gedächtnis wurde gelöscht, ihre Persönlichkeit ausradiert, ihre Erinnerungen sind für immer verloren. Kyla wurde geslated. Aber die Stimmen aus der Vergangenheit lassen die Sechzehnjährige nicht los – hat sie wirklich unschuldige Kinder bei einem Bombenanschlag getötet? Zählte sie zu einer Gruppe von gefährlichen Terroristen? Und warum steht ein Bild von ihr auf einer geheimen Webseite mit vermissten Kindern? Kyla wird immer wieder von Flashbacks aus ihrem früheren Leben eingeholt und begreift allmählich, dass ihre wahre Identität ein großes Geheimnis birgt. Gemeinsam mit Ben, einem anderen Slater, in den sie sich verliebt, begibt sie sich auf die Suche nach der Wahrheit – doch wem kann sie überhaupt noch vertrauen?

Meine Buchgedanken
Schon mit dem Prolog wurde ich ordentlich verwirrt und wahnsinnig neugierig gemacht. Die Geschichte selber stieg dann an einer ganz anderen Stelle ein, nämlich im Krankenhaus und ganz ohne Erinnerungen. Dieses Szenario finde ich persönlich ja ziemlich erschreckend. Stellt euch mal vor, eure ganzen Erinnerungen sind weg und ihr habt keinen Bezug mehr zu irgendwelchen Personen und eurer Beziehung zu ihnen. Man kann euch sozusagen sonst was erzählen, ob Lüge oder Wahrheit, ihr wisst es nicht. Kyla steckt nun in dieser Situation und soll heute ihrer neuen Familie übergeben werden, da spielen natürlich die Gefühle und ersten Eindrücke eine große Rolle. Von der Autorin wurde dieses Erlebnis sehr gut vermittelt und ich als Leser fühlte mich gleich mit Kyla verbunden. Auch die neuesten Techniken und die Grundlagen dieser Zukunftswelt wurden mir sehr schnell nahe gebracht und ich hatte einen guten Überblick.

Während des Lesens schwirrenten mir immer die gleichen Fragen durch den Kopf: Wer ist Kyla wirklich? Ist diese Person gut oder böse? Kann sie dieser Person wirklich vertrauen? Das macht es natürlich wahnsinnig spannend, denn ich wusste nie mehr als Kyla und fiel genauso auf Personen rein wie sie. Ich schloss Personen ins Herz, die es mir Seiten später aus der Brust rissen. Ich kam der Wahrheit näher, doch kurz vor der kompletten Auflösung kam natürlich etwas dazwischen. Es war zum Haare raufen und einfach nur mitfiebern, ich konnte das Buch wirklich nicht mehr aus der Hand legen, weil ich es einfach zu spannend fand, denn ich war Kyla. Schade fand ich nur, das ich zu Ben, ihrer großen Liebe, nicht die gleichen Gefühle entwickeln konnte. Ich fand einfach nicht, das die beiden zusammen passten.

Kyla selber fand ich auch sehr faszinierend, durch die fehlenden Erinnerungen, sie kann zum Beispiel keinen Abwasch machen und schneidet sich sofort am Messer, weil sie nicht weiß das es scharf ist, aber Auto fahren ist kein Problem. Ihr Unterbewusstsein hat sich nicht ganz verdrängen lassen und Stück für Stück kommen Erinnerungen zurück, die mich als Leser fuchsteufelswild gemacht haben, weil sie meist noch zusammenhangslos in der Geschichte standen. Nachdem ständigen Gefühlsauf und -ab und dem ständigen Hinterfragen der Glaubwürdigkeit und des Vertrauens. Wird man mit dem Ende mit noch ziemlich vielen Fragezeichen zurückgelassen und ich musste einfach sofort nach Band 2 greifen. Mittlerweile habe ich die Reihe beendet, bin mehr als zu frieden und kann die Bücher euch nur empfehlen, denn Band 2 und 3 bieten noch meh.

Fazit
Unsicherer als bei diesem Buch habe ich mich noch nie gefühlt. Wem vertraue ich? ist die große Frage dieses ersten Bandes und es lässt einen verzweifeln und ins Kissen beißen, wenn man denkt das Kyla der falschen Peron ihr Vertrauen schenkt.


weitere Buchgedanken
Wortmalerei: "...Auch wenn die Geschichte zwischenzeitlich ein wenig vor sich hinplätschert, war sie durchweg spannend und spielt mit den Grenzen zwischen Schwarz und Weiß, genauso wie mit dem Vertrauen gegenüber all den anderen Figuren..."
Kathis Buchplauderei: "...Während des Lesens habe ich eigentlich alle Emotionen durchlebt. Ich war angespannt, aufgeregt, traurig und habe mich gefreut. Das erreichen wenige Bücher..."
Engelsmomente: "...Ben … Muss ich wirklich noch etwas zu ihm sagen? Er ist eigentlich ganz okay und nett und … seltsam. Ich mochte ihn wirklich nicht, bei ihm ist es ein Wandel von einem Extrem ins andere. Damit kam ich nicht so klar..."

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