Mittwoch, 7. September 2016

Nina Blazon - Der dunkle Kuss der Sterne

Der dunkle Kuss der Sterne

von Nina Blazon (Autorinseite)
Verlag: cbt
528 Seiten
ISBN: 978-3570161555

Klappentext
Canda, eine junge Frau der obersten Kaste Ghans, wacht nach einem schrecklichen Albtraum auf und erkennt sich selbst nicht mehr im Spiegel: Es ist ihr Gesicht, das ihr entgegenblickt, aber etwas ist verloren gegangen. Ihr fehlt der Glanz, mit dem sie alle bezaubert hat. Und Tian, dem sie versprochen war, ist spurlos verschwunden … Ihre eigene Familie verstößt sie und lässt sie wegsperren, doch Canda entkommt. Und trifft ausgerechnet auf die Mégana, die Herrscherin des Landes, die ihr einen erstaunlichen Handel vorschlägt: Sie stellt Canda einen Sklaven, den geheimnisvollen Amad, zur Seite, um Tian zu suchen. Doch der Preis, den Canda dafür zahlen muss, ist hoch, und ihre Suche führt auf ungeahnte Wege …

Meine Buchgedanken
Nina konnte mich bereits mit ihrem Buch Faunblut begeistern und von sich und ihrem Schreibstil mehr als überzeugen. Mit ihrem Buch Ascheherz hingegen konnte sie mich weniger begeistern, was aber vielleicht auch daran lag, dass ich es als Hörbuch gehört habe. Ich finde die Bücher leben bei ihr sehr von der sprachlichen Gestaltung und das geht bei einem Hörbuch etwas verloren. Trotzdem war ich auf dieses Buch sehr gespannt und freute mich auf ein schönes neues Abenteuer.

Zu Beginn wurde ich gleich mal mitten in eine Familienkatastrophe gesteckt und lernt Canda unsere Protagonist von mehreren Seiten kennen. Über die nächsten Seiten kommen ziemlich viele Charaktere hinzu, aber ich hatte keine Probleme sie auseinander zuhalten, da sie perfekt in die Handlung der Geschichte eingeflochten wurden. Auf den ersten Seite vielen mir auch sofort wieder Nina´s Wortspielereien und sehr bildhaften Beschreibungen beim Lesen auf. Besonders hatte sie es in diesem Buch auf Canda´s Namenserweiterungen, Familienmottos und Mimikerklärungen und deren Änderungen abgesehen. Auch die Liebe lies nicht lange auf sich warten und so steckte ich nach wenigen Kapiteln mitten in der Geschichte und hatte meine sympathischen und unsympathischen Charaktere bereits gewählt.

Im Laufe der Geschichte gehen wir mit Canda auf ein großes Abenteuer was sie sehr veränderte. Von einem eher typischen Stadtmädchen (stur, unhöflich und undankbar), das in der Wildnis unbeholfen an der Seite steht, entwickelt sie sich zu einem sehr starken, gerissenen und kreativ-erfinderischen Mädchen. Auch Amad, ihre Begleitung, durchläuft im Laufe des Buches eine starke Wandlung (näheres kann ich aus Spoiler-Gründen leider nicht sagen) und wuchs mir immer mehr ans Herz.

Toll fand ich, dass die Fantasy-Welt und ihre Geschichte dem Leser so nebenbei und sehr kreativ durch Nebensituationen oder kurze Gedanken näher gebracht wurde. Es gab also keine großen Gesprächs-Bla-Bla´s, die ja immer zu einem Spannungsabfall der Geschichte führen und den Leser eher langweilen. Überrascht hat mich auch die Szene des ersten Kusses. Ich hatte nicht damit gerechnet und es war so kurz, dennoch war es wunderschön und das Herz erfüllend.

Nachdem ich nun schon 2/3 des Buches im puren Lesevergnügen durch hatte, wurde ich endlich mit ein paar Aufklärungen und gelösten Fragen belohnt. Das ganze große Ausmaß dieser Fanatasy-Welt wurde mir bewusst und es wurde immer unvorhersehbarer, weil ich nicht ahnte, was Nina noch so an Fantasy auspackte um ihre Welt auszuschmücken. Nach der großen Aufklärung ging es ans Retten der Welt und der unglücklichen Liebe. Mit vielen Handlungsspitzen und wiederkehrender Spannung wirkte der Weg zum Ende etwas holprig. Das Ende selber war gut und es wurden nochmal einige offene Fragen gelöst. Ich konnte mit einem guten Gefühl und einem Fragezeichen (die eigene Fantasy ist eben doch auch beim Lesen gefragt) das Buch aus der Hand legen und freue mich schon auf meinen nächsten Roman von der Autorin.

Fazit
Ich fand dieses Buch mit dem starken Schreibstil, den sich wandelnden Charakteren und dieser tiefgründigen Fanatasy-Welt wirklich sehr gut.


weitere Buchgedanken
Riiinchens-Bücherwelt: "Der dunkle Kuss der Sterne“ ist mein erstes Buch von Nina Blazon, das mich abgesehen von ein oder zwei Kleinigkeiten total begeistern konnte. Von Anfang an wird der Leser in eine einzigartige und faszinierende Welt entführt, die ihn bis zur letzten Seite mit seiner magischen Atmosphäre fesselt. Spannung baut sich relativ schnell auf und bleibt durchweg auf einem hohen Niveau. Die Gefahren, denen Canda und Amad ausgesetzt sind, waren manchmal zum Greifen nahe, aber es gab auch einige ruhige und sanfte Momente zwischen den beiden. Die Charaktere sind unglaublich facettenreich und machen im Laufe der Geschichte eine schöne Entwicklung durch. Abgerundet wird das Leseerlebnis von Nina Blazons wunderbaren Erzählstil, ihrem Ideenreichtum und ihrer Liebe zum Detail."

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