Donnerstag, 16. April 2015

Ich fürchte mich nicht - Tahereh Mafi




Ich fürchte mich nicht
Tahereh Mafi

1. Band der Juliette-Trilogie
336 Seiten
Goldmann Verlag

Du darfst mich nicht anfassen , flüstere ich. Bitte fass mich an, möchte ich in Wahrheit sagen. Aber wenn man mich anfasst, geschieht Seltsames. Schlimmes. Ihr Leben lang war Juliette einsam, eine Ausgestoßene ein Monster. Ihre Berührung ist tödlich, man fürchtet sie, hat sie weggesperrt. Bis die Machthaber einer fast zerstörten Welt sich ihrer als Waffe bedienen möchten. Doch Juliette beschließt zu kämpfen gegen die, die sie gefangen halten, gegen sich selbst, das Dunkel in ihr. Für ihre Liebe. Und für den Zauber der Berührung ...

Bewertung:


Ich bin seit 264 Tagen eingesperrt. Habe nur Gesellschaft von einem kleinen Notizheft, einem halbkaputten Schreibstift und den Zahlen in meinem Kopf. 1 Fenster. 4 Wände. 15 Quadratmeter. Ein Alphabet mit 26 Buchstaben, die ich seit 264 Tagen nicht mehr ausgesprochen habe.
Schon an diesen Startsätzen des Buches merkt man, der Schreibstil ist ungewöhnlich. Aber wahnsinnig gut. Es wird mit den Worten richtig gespielt, fand ich persönlich sehr sehr gut. Das Buch beginnt mit Juliette, sie ist in einem Raum einer Irrenanstalt. Der Schreibstil zeigt perfekt ihrer Situation, sie ist alleine und redet mit sich selbst. Oft bestehen Sätze nur aus einzelnen Wortaufzählungen. Man ist mit Juliette und ihren Gedanken ganz alleine und man fühlt dann wie sie, weil man sie einfach versteht. 
Nach kurzer Zeit zieht dann Adam in ihre Zelle ein. Juliette reagiert scheu, was absolut verständlich ist nach so vielen Tagen allein und ohne menschlichen Kontakt. Dadurch das man immer Juliettes Gedanken liest, sowie auch ihre durchgestrichenen Gedanken, ist man Adam genauso misstrauisch gegenüber wie sie. Stück für Stück baut sich etwas Vertrauen auf, doch es ist auch schnell wieder weg. Dieses innere Gefühlshinundher bekommt man bestens durch die Autorin vermittelt.
Und dann beginnt die Geschichte erst richtig, Juliette wird aus der Irrenanstalt entführt und Adam ist doch nicht der für den wir ihn hielten, oder doch? Es wird spannend und man lernt die Welt außerhalb der Irrenanstalt erstmal so richtig kennen.  In einer schrecklichen Zukunft der Menschheit findet man sich wieder.
Zum Ende des Buches muss ich sagen, einfach perfekt. So habe ich es mir gewünscht. Ich bin nun wirklich neugierig, wie es weitergeht, weil genau das eingetreten ist, was ich mir für Juliette gewünscht habe und man kann sich einfach nur für sie freuen. Eine absolute Lesempfehlung von mir.

1 Kommentar:

  1. Huhu,

    ich habe deinen Blog bei hisandherbooks entdeckt und bleibe gleich mal als Leserin hier :)
    Ich würde mich riesig freuen, wenn dir mein Blog vielleicht auch gefällt?
    www.lovinbooks4ever.blogspot.de

    Liebste Grüße
    Sonja

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