Donnerstag, 26. März 2015

Göttlich Verdammt - Josephine Angelini


Göttlich Verdammt
Josephine Angelini

1. Band der Göttlich Trilogie
494 Seiten
Dressler Verlag
Die 16-jährige Helen lebt mit ihrem Vater auf Nantucket und langweilt sich. Doch dann passiert endlich etwas Aufregendes: Die Familie Delos zieht auf die Insel. Alle sind hin und weg von den äußerst attraktiven Neuankömmlingen. Nur Helen spürt von Anfang an großes Misstrauen. Gleichzeitig plagen sie plötzlich düstere Albträume. Was dahintersteckt, erfährt Helen erst nach und nach: Lucas und sie stammen von Halbgöttern ab und sind dazu verdammt, einen erbitterten Kampf auszulösen, weil sie sich ineinander verlieben...

Bewertung:


"Aber wenn du mir jetzt ein Auto kaufst, gehört es dir, wenn ich in zwei Jahren aufs College gehe. Und dann ist es praktisch immer noch neu", sagte Helen optimistisch.
Mit diesen Worten aus einer Diskussion zwischen Tochter und Vater startet man in einen tollen Triologie-Auftakt. Die eigenständige Helen und ihr liebenwerter Vater leben alleine auf einer kleinen Insel. Jeder kennt jeden und es ist etwas Aufregendes, wenn eine neue Familie ein Haus auf der idyllischen Insel bezieht. Helen lässt das ziemlich kalt und sie zeigt deutliches Desinteresse an der neuen Familie. Sie ist ein verunsicherter Teenager, sie ist sehr groß und ungewöhnlich stark und als Leser bekommt man sofort vermittelt, dass sie etwas Besonderes ist. Sie selber fühlt sich mit ihrer Unnormalität eher unwohl und meidet Aufmerksamkeit. 
Auf den ersten Hundert Seiten hatte ich so meine Probleme mit Helen. Unnatürlich fand ich ihre Reaktion darauf, als sie merkte, dass die Mitglieder der neuen Familie Delos genauso anders sind wie sie. Sie ist nicht neugierig und fragt nach. Nein, sie lässt sich sogar noch ohne Begründung von Fremden etwas vorschreiben und rumkommandieren. Für mich eine sehr ungewöhnliche und nicht nachvollziehbare Reaktion. Stück für Stück wird sie mir dann aber doch immer sympathischer, was aber auch an dem besonders schnuckeligen und gutherzigen Lukas lag. 
Neben dem Schul-, Arbeits- und Familienalltag dreht sich das Buch größten Teils um die griechische Mythologie. Hier und da werden einem so ganz nebenbei alte Sagen und Geschichten, Götterverbindungen, Flüche und Mythen erzählt. Die alten Geschichten sind dann nämlich doch gar nicht mehr so alt, weil sie sich auf das Leben von Helen und Lukas noch heute auswirken.
Es war ein wirklich gutes gelungenes Buch. Es liest sich schnell weg und wird richtig spannend. Ein absoluter Pluspunkt ist Helens beste Freundin, schlag fertig und immer den Durchblick, und ihre Helens besondere Fähigkeit "fliegen" noch zu erwähnen. 


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen